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Wenn ich dieses Bild betrachte sehe ich vor mir mein Leben und mich – nicht mit Nase und Mund, Armen oder Beinen, auch nicht einzelne Ereignisse der Vergangenheit oder Gegenwart. Ich sehe eine Mauer, Steine unregelmässig geschichtet, grosse und kleine Steine. Grau und unansehnlich, schmutzig und manchmal unausstehlich. Und da hinein kommt Jesus. Mit seiner Liebe ist er mir ganz nah. Ich höre die Botschaft seines Vaters für mich: „Denn der HERR, dein Gott, ist mit dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.“ (Zefania 3, 17) Vor Freude und Liebe und Hingabe geht sein Herz in Sprünge. Seine Liebe fliesst und fliesst, durch die Ritzen, die die Steine bilden, immer tiefer, bis auf den Grund, bis in die tiefsten Schichten meiner Persönlichkeit. Und dort tut sich was. Die grauen Steine werden hell. Von innen her, von meiner Lebensgrundlage her, werde ich verändert, heller, klarer. „Präge dein Wesen in mich hinein“. Dieser Wunsch wird Wirklichkeit. Zuerst ganz tief in meinem Innern. Doch die Veränderung erfasst immer neue Schichten meiner Person. Immer mehr von mir wird verändert von Jesu Liebe in mir. Immer mehr wird licht und klar. Immer mehr wird mein Wesen durch sein Wesen geprägt. Deshalb immer neu meine Bitte: „Präge dein Wesen in mich hinein, dass jeder in mir dich sieht, dass dein Licht durch mich die Welt erhellt und dein Werk durch mich geschieht.“ Lassen wir uns prägen durch Jesu Wesen, dass es Licht wird in dieser Welt!
Ernst-Ludwig Schlotterbeck
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